About

Dieser Blog entstand bei meinen 2 Reisen um die Welt von insgesamt 15 Monaten.

Obwohl die einzelnen Posts von konkreten Orten handeln versuche ich selbstverständlich nicht wie ein Reiseführer vollständig und vermeidlich objektiv irgendwelche Länder zu beschreiben und Sehenswürdigkeiten aufzuzählen. Die kommen natürlich auch vor, schließlich ist der Blog auch nach Ländern strukturiert. Es geht mir aber vor allem darum annähernd zu beschreiben, was die Reise mit einem selbst machen kann und welche neuen Dinge man entdeckt und erlebt. Und das in einer bruchstückhaften und rein subjektiven Weise. Außerdem finde ich den Alltag, den man in den Ländern erlebt oftmals viel spannender als die eigentlichen Sehenswürdigkeiten, mich faszinieren Märkte, das Straßenleben und das Leben unterwegs und die großen und kleinen Dinge, die so anders sind als in Deutschland, deswegen verschiebt sich der Fokus oftmals hier hin.

Man braucht sich hier nichts vorzumachen: Das Backpackerleben ist nicht im geringsten zu vergleichen mit dem Leben der Menschen aus dem Land, die oftmals bitterarm sind und tagtäglich für Dinge kämpfen, die wir schon längst haben oder sogar schon wieder ablehnen wollen, wie z.B. materiellen Besitz. Deswegen finde ich es auch oft wichtig und aufschlussreich grade diesen Alltag zu beobachten. Meine Reisen haben mir da an vielen Stellen die Augen geöffnet und mir meine eigene Verwöhntheit und Arroganz gezeigt. Auch die seltsamen Mechanismen des Backpackertums und die Auswirkungen des Tourismus habe ich oft ein paar Absätze gewidmet. Dort kann man nämlich auch interessante Sozialdynamiken sehen und auch beobachten, was für seltsame und negative Blüten der Tourismus vor allem in Entwicklungs- und Schwellenländern doch treibt, um den überlebenswichtigen Geldfluss für die jeweilige Landesbevölkerung zu gewährleisten.

Aber ich will nicht nur meckern, im Gegenteil: Die beiden Reisen waren eine der besten Entscheidungen meines Lebens um die Welt und mich selbst besser zu verstehen und zu entdecken.

Wie viele hatte ich auch viel Angst, zum einen, ob ich die Anforderungen des Reisealltags meisten und mich nicht einsam fühlen würde oder hier in Deutschland in unserer lieben Leistungsgesellschaft den beruflichen Anschluss verpassen würde. Die ersten Befürchtungen sind eingetroffen, man erlebt nicht nur positives, fühlt sich manchmal einsam und ist von der Reiserei auch mal genervt und möchte alles hinschmeißen. Dass man aber in Deutschland den Anschluss verpasst halte ich für Quatsch. Klar ist so ein kleiner Ausflug nicht wirklich förderlich für die steile Manager-Karriere aber es tut sich immer irgendwo eine Türe auf wenn man wieder zurück kommt, so ist jedenfalls meine Erfahrung.

Und man muss auch sehen was man umgekehrt dafür bekommt. Die langen Reisen haben mich im Leben um mehr bereichert als irgendwelche Jobs, mein Studium und vieles andere. Selbstvertrauen, seine Fehler und Macken zu akzeptieren, kulturelle und soziale Kompetenz, Krisen- und Selbstmanagement, sich mit sich selbst und anderen auseinander setzen, mit Abstand auf sein eigenes Leben blicken, zu sehen, wie unsinnig die meisten eigenen Ängste sind und wie schön es ist, gegen sie an zu kommen, zu wissen, wie es ist Heimweh zu haben, Einsamkeit zu zulassen, zu sehen, wie die Dinge in einem Land sich wirklich verhalten, erfahren, wo von man anderswo auf der Welt träumt und was den Menschen wichtig ist, neue Eindrücke bekommen und neue Dinge (kennen)lernen sind nur einige Aspekte der Reise die ich durchlaufen habe und die ich gerne in diesem Blog etwas teilen möchte. Viele dieser Erfahrungen sind nicht nur für das eigene Glück wichtig sondern auch sehr nützlich für das Berufsleben, finde ich.

Auch dieser Blog ist nur ein schwacher Abklatsch von einer wirklichen Reise und vermittelt vielleicht einen kleinen Eindruck von dem, was einen erwarten kann. Also: Nichts wie die Beine in die Hand nehmen und los auf den eigenen Roadtrip. Wir in unserer übersättigten westlichen Gesellschaft haben die unglaublich kostbare Möglichkeit dazu und nur wenige Ausreden entschuldigen.

Noch ein kleiner Hinweis: Die Bilder und die Posts sind alle von unterwegs eingestellt, deswegen sind sie vielleicht manchmal etwas schief oder die Farben nicht perfekt.